Englisch-LRS: Wie gestalte ich niederschwellige Übungen?

Besser gefragt: Wie baue ich eine Grammatikübung, und nicht auch noch einen Vokabeltest?

Für LRS-Schüler arten Grammatikübungen meistens in eine hürdenreiche Multitasking-Challenge aus. Er soll sich auf neue Formen konzentrieren und kämpft gleichzeitig mit ebenfalls neuen Wörtern, langen Sätzen, der Aussprache und der Rechtschreibung.

Damit sich der Schüler wirklich auf neue Grammatik konzentrieren kann, arbeitest du am besten

  • mit sehr leichten Vokabeln wie help, open, play, drink, sit etc.
  • oder, wenn es nicht anders geht, die Bedeutung von schweren oder neuen Wörtern als Spickzettel am Rand angeben.
  • Bei meinen Übungen achte ich darauf, die Formen erst einmal mit Pronomen zu trainieren (I am, you are …).
  • Im zweiten Schritt können die Übungen mit Nomen kombiniert werden (I am, Tom is, the pupils are …). Denn bei Verwendung von Nomen tritt bereits oft die Mehrzahl eines Nomens (pupils) auf, und falls der Schüler hier noch unsicher ist, kann das Mehrzahl-s bereits zur Verwirrung führen (zum Artikel Was ist die Ähnlichkeitshemmung).

Er kann sich mit einer niederschwelligen Übung viel leichter auf das wesentliche konzentrieren, nämlich die Formen. Wenn der Schüler erst die Wortbedeutung hervorkramen muss, ist er einerseits frustriert und zusätzlich unnötig abgelenkt. Wenn neue Grammatik kommt, mit leichten Wörtern trainieren, sonst entsteht sofort Überforderung und eine Lernblockade.

Der Vorteil niederschwelliger Übungen

Niederschwellige Übungen sind der Schlüssel für überforderte (LRS-)Schüler. Sie haben sofort Lernerfolge und können sich den Lernstoff ziemlich genauso erfolgreich erarbeiten, wie die Kameraden, die mehr Stoff pro Übung verkraften.

Fazit

Vokabeln lernen ist eine Abteilung für sich. Grammatik lernen eine andere.

Wie sehen niederschwellige Übungen aus. Hier geht es zum Blick ins Buch!

Zum Artikel Der Spickzettel, ein verkanntes Genie

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