Andi (Name geändert) hatte bereits seit der Grundschulzeit ein LRS-Training in der Lernpraxis absolviert. Er war nach der Grundschule zunächst in die fünfte Klasse Hauptschule gewechselt und, weil er so gut geworden war, konnte er ab der sechsten Klasse auf die Realschule wechseln.

Beim Wechsel auf die Realschule ergaben sich Probleme mit Englisch, da er kaum Grundlagen in der fünften gesammelt hatte. Wir begannen einmal pro Woche mit der Englisch-Förderung.

Er hatte die Diagnose „Asperger Syndrom“, was sich bei ihm so äußerte:

Er redete gern und viel, erzählte von seiner Katze, aber 45 Minuten Training mit ihm gemeinsam zu gestalten war kaum möglich.

Während der Trainingseinheit zeigte er ca. 5 Minuten Interesse fürs Thema, dann war Ende. Mit Lernspielen und Lernsoftware konnte die Stunde sinnvoll gestaltet werden.

Wichtig war die Gestaltung der Hausaufgaben, da er mit seiner Mutter sehr effektiv daheim Schreibübungen erledigte.

Andi zeigte sich als ein ausdauernder Meister im Merkworttraining und die Hausaufgaben erledigte er zuverlässig, dank der Unterstützung seiner Mutter.

Die Unterrichtseinheit begann mit einem Aufwärmspiel und dann wurden die Hausis von mir durchgesehen. Eventuell konnte kurz das neue Thema besprochen werden.

Andi hat sich im weiteren Verlauf der Stunde mit einer Lernsoftware beschäftigt. Die Lerntherapeutin hat die Hausaufgaben gerichtet und diese noch mit der Mutter besprochen.

Mündliches Training innerhalb der Unterrichtseinheit war praktisch unmöglich, aber immerhin: Lernen durch Schreiben war seine Stärke.

Nachdem wir die Basics nachgeholt hatten (das „Standardprogramm: “Pronomen, Hilfsverben, Vollverben,…), stellte ich mir die Frage, wie ich ihn zum Sätze bilden bringen könnte.

In einer alten Grammatik fand ich Übungen in Tabellenform. Diese wandelte ich passend für Andi ab, so dass er halbwegs selbst gestaltete Sätze unter der Tabelle produzieren konnte.