OMG, it’s a LRS-Schüler

Dieser Moment kommt für viele Englischlehrer überraschend.
Nicht im Studium.
Nicht im Referendariat.
Sondern mitten im laufenden Unterricht.

Ein Schüler, der im Englischen deutlich hinterherhinkt, obwohl er sich anstrengt.
Vokabeln bleiben nicht hängen.
Einfache Wörter werden falsch gelesen oder geschrieben.
Grammatik scheint nicht zu greifen.

Irgendwann ist klar:
Das ist kein „nicht genug gelernt“.
Das ist kein Motivationsproblem.
Das ist vermutlich ein LRS-Schüler.

Erste Begegnung mit Englisch-LRS – direkt im Klassenzimmer

Die spezifische Problematik von Lese-Rechtschreib-Schwäche im Englischunterricht ist kein fester Bestandteil der universitären Lehrerausbildung. Auch Fortbildungsangebote dazu sind selten.

Für viele Lehrkräfte bedeutet das:
Die erste bewusste Begegnung mit Englisch-LRS erfolgt direkt im Unterricht – ohne fachliches Vorwissen, ohne methodische Orientierung und ohne passende Materialien.

Warum die üblichen Erklärungen hier nicht weiterhelfen

Mehr Übung, mehr Wiederholung desselben Materials oder zusätzliche Hausaufgaben führen bei Schülern mit LRS häufig nicht zu besseren Lernergebnissen.

Stattdessen verstärken sie:

  • Überforderung
  • Frustration
  • Vermeidung
  • Leistungsabfall im Fach Englisch

Nicht, weil der Schüler nicht will – sondern weil reguläre Englischmaterialien nicht auf die besonderen Verarbeitungsbedingungen bei LRS ausgelegt sind.

Worum es auf dieser Seite geht

Diese Seite richtet sich an Englischlehrer, die diesen Moment kennen und sich fragen:

  • Warum funktioniert Englischlernen hier anders?
  • Welche Strukturen brauchen LRS-Schüler im Englischunterricht?
  • Wie kann Unterricht angepasst werden, ohne das Fach zu „vereinfachen“?

Hier geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um fachliches Einordnen und didaktische Alternativen.

Englisch-Förderunterricht bei LRS im schulischen Kontext

Im Englischunterricht zeigen sich bei Schülern mit LRS, Legasthenie, Lernrückständen oder ADHS häufig anhaltende Schwierigkeiten.
Trotz regelmäßiger Mitarbeit und Übung bleiben Lernerfolge aus, Fehler wiederholen sich, Motivation nimmt ab.

Diese Entwicklung ist keine Frage mangelnder Anstrengung, sondern lässt sich fachlich erklären.

Warum Englisch für LRS-Schüler besonders anspruchsvoll ist

Die englische Sprache stellt hohe Anforderungen an die Verarbeitung von Lauten, Schriftbildern und grammatischen Mustern.
Für Schüler mit LRS ergeben sich daraus spezifische Herausforderungen, die im regulären Unterricht oft nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Typische Stolperfallen im Englischunterricht

Laut-Buchstaben-Zuordnung
Englische Laute können auf unterschiedliche Weise verschriftet werden. Das lange i erscheint beispielsweise in feet, leaf, piece, theme, ceiling.
Diese Mehrdeutigkeit erschwert das sichere Lesen und Schreiben erheblich.

Ähnliche grammatische Formen
Bereits in den ersten Lernmonaten treten formal ähnliche Strukturen auf: 3. Person Singular -s, Plural-s, Apostroph-s, Genitiv-s.
Diese begünstigen Verwechslungen und behindern die Automatisierung.

Blog-Artikel: Englische Rechtschreibung: Die Ähnlichkeitshemmung als Schlüssel zum Erfolg

Vokabellernen
Das Abspeichern neuer Wörter benötigt bei Schülern mit LRS deutlich mehr Zeit. Große Wortmengen ohne klare Struktur führen häufig zu Überforderung und Demotivation.

Blog-Artikel Englisch-LRS: Mit einem Grundwortschatz den Vokabel-Dschungel bewältigen

Blog-Artikel: So lernst du Englisch-Vokabeln spielend leicht!

Didaktische Konsequenzen für den Englischunterricht

Die beschriebenen Schwierigkeiten sind systembedingt. Reguläre Englischlehrwerke sind in der Regel nicht darauf ausgelegt, diese besonderen Verarbeitungsbedingungen aufzufangen.

Ein mögliches Materialkonzept für den Englischunterricht bei LRS

Aus der Praxis im Umgang mit Englisch-LRS entstand das Förderlernwerk ORÄNDSCH Englisch-Förderlernwerk bei LRS und Lernschwierigkeiten.

Es wurde nicht als klassisches Lehrbuch konzipiert, sondern als ergänzendes Arbeitsmaterial für Schüler, bei denen reguläre Englischlehrwerke nicht ausreichend greifen.

Der Fokus liegt auf:

  • klar reduzierter Grammatik
  • expliziten Regeln statt implizitem Lernen
  • deutschen Arbeitsanweisungen
  • hoher Wiederholungsdichte
  • entlastetem Lesen und Schreiben
  • transparenter sprachlicher Struktur

ORÄNDSCH ersetzt keinen Lehrplan. Es bietet eine didaktische Alternative, wenn Englischlernen trotz Übens keinen Erfolg bringt.

Häufige Fragen von Englischlehrern

  • Gibt es „Englisch-LRS“ überhaupt?

    Ja. Lese-Rechtschreibschwäche wirkt sich im Englischen oft stärker aus als im Deutschen, da Laut-Buchstaben-Zuordnungen, Wortbilder und Grammatikmuster anders verarbeitet werden müssen. Diese Besonderheiten werden in regulären Lehrwerken kaum berücksichtigt.

  • Reicht mehr Übung mit dem bestehenden Lehrwerk nicht aus?

    In der Regel nicht. Mehr Übung desselben Materials führt bei LRS-Schülern häufig zu Überforderung, ohne nachhaltige Lernerfolge zu erzielen. Entscheidend ist eine andere Struktur, nicht die Menge.

  • Muss der Englischunterricht für LRS-Schüler vereinfacht werden?

    Nein. Es geht nicht um Vereinfachung, sondern um Transparenz und Reduktion. Klare Regeln, überschaubare Inhalte und gezielte Wiederholung ermöglichen Lernen auf fachlichem Niveau.

  • Muss ich jetzt meinen kompletten Englischunterricht umstellen?

    Nein. Es geht nicht um einen Systemwechsel, sondern um gezielte Anpassungen für einzelne Schüler oder Situationen.

  • Ist das nicht Aufgabe von Lerntherapeuten?

    Lerntherapie kann sinnvoll unterstützen. Dennoch verbringen Schüler den Großteil ihrer Lernzeit im Unterricht. Schon kleine didaktische Anpassungen im Englischunterricht können die Situation deutlich entlasten.

  • Kann ich mit einer ganzen Klasse mit LRS-Material arbeiten?

    Ja, ergänzend. Strukturierte Materialien lassen sich gut im Klassenverband einsetzen oder gezielt für einzelne Schüler nutzen, ohne den Lehrplan zu ersetzen.

  • Gibt es überhaupt spezielle Materialien für Englisch bei LRS?

    Der Markt ist sehr überschaubar. Das ORÄNDSCH Englisch-Förderlernwerk wurde speziell für den Einsatz bei Englisch-LRS entwickelt und versteht sich als Ergänzung zum regulären Unterricht.

  • Wie erkenne ich, ob ein Schüler im Englischen von LRS betroffen ist?

    Typisch sind anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und Merken englischer Wörter trotz Übens sowie starke Verunsicherung bei ähnlich geschriebenen und ähnlich gesprochenen Wörtern. Eine Diagnostik erfolgt extern, der Unterricht kann jedoch bereits vorher entlastet werden.

Häufige Fragen – für skeptische Kollegen

  • Gibt es „Englisch-LRS“ überhaupt?

    Der Begriff ist kein offizielles Diagnoseetikett, beschreibt aber reale Schwierigkeiten von Schülern mit LRS im Fremdsprachenunterricht.
    Die Ursachen liegen in der Verarbeitung von Lauten, Schriftbildern und Sprachmustern – unabhängig vom Fach.

  • Ist das nicht einfach ein allgemeines Lernproblem?

    Nein. Viele betroffene Schüler zeigen in anderen Fächern deutlich bessere Leistungen.
    Die Auffälligkeiten konzentrieren sich im Englischen besonders stark, da hier andere kognitive Anforderungen gestellt werden als im Deutschen.

  • Haben wir das früher nicht einfach „mitgemacht“?

    Ja – allerdings oft mit hohen emotionalen Kosten für die Schüler.
    Heute stehen mehr Erkenntnisse über Lernprozesse und Lernstörungen zur Verfügung, die didaktisch genutzt werden können. I

    In früheren Lernwerken wurde die englische Grammatik deutlich strukturierter eingeführt, was LRS-Schülern den Einstieg erleichtert.

  • Muss ich jetzt meinen kompletten Englischunterricht umstellen?

    Nein. Es geht nicht um einen Systemwechsel, sondern um gezielte Anpassungen für einzelne Schüler oder Situationen.

  • Ist das nicht Aufgabe der Lerntherapie?

    Lerntherapie kann sinnvoll ergänzen.
    Der Unterricht bleibt jedoch der zentrale Lernort. Kleine strukturelle Anpassungen im Englischunterricht können bereits entlastend wirken.

  • Wird das Fach Englisch dadurch nicht „verwässert“?

    Nein. Strukturierte, explizite Materialien senken nicht das Niveau, sondern erhöhen die Verständlichkeit.
    Sie helfen besonders Schülern, die mit implizitem Lernen Schwierigkeiten haben.

  • Gibt es dafür überhaupt geeignetes Material?

    Der Markt ist sehr begrenzt. Das ORÄNDSCH Englisch-Förderlernwerk wurde speziell für diesen Bedarf entwickelt und ist als Ergänzung gedacht, nicht als Ersatz des Lehrplans.

  • Warum sollte ich mich damit beschäftigen?

    Weil Englisch für viele Schüler ein dauerhaftes Misserfolgsfach wird –
    und weil schon kleine didaktische Anpassungen den Unterricht für alle Beteiligten entspannen können.

LRS Englisch Arbeitsblätter für einfaches und erfolgreiches Training

ORÄNDSCH folgt zentralen Prinzipien eines strukturierten Englischunterrichts

Das ORÄNDSCH Englisch-Förderlernwerk basiert auf didaktischen Grundprinzipien, die sich im Englischunterricht mit LRS-Schülern bewährt haben.

  • Übersichtlich und logisch aufgebaut
    Klare Struktur, reduzierter Umfang.
  • Fokus auf das Wesentliche
    Ein Lernziel zur Zeit, keine parallelen Baustellen.
  • Kleinschrittige Lernsequenzen
    Mit deutschen Erklärungen zur sicheren Regelbildung.
  • Selbsterklärend einsetzbar
    Für Schüler, Lehrer und Eltern verständlich.
  • Flexibel nutzbar
    Für Differenzierung, Förderunterricht und schulbegleitendes Arbeiten. Einstieg ab Kapitel 1 möglich.
  • Fachlich ausgezeichnet
    Prämiert mit dem Dyslexia Quality Award.

Dyslexia Award Auszeichnung

Was Fachkollegen und Kunden sagen

Vielen herzlichen Dank für den tollen Ordner und das Konzept zum Englischlernen mit SchülerInnen mit LRS.
Als Lehrerin an einem Bildungszentrum und Mutter einer Tochter mit LRS profitiere ich besonders von dem Material und freue mich, zu dem Thema endlich etwas gefunden zu haben.

Ein wunderbares und gut strukturiertes Lernprogramm.
Es entspricht genau meiner Art, Legastheniker zu überzeugen, dass sie kleinschrittig lernen können.

Ergänzend für das Lernen zu Hause

Für Eltern und Lernbegleiter, die Kinder außerhalb des Unterrichts unterstützen, gibt es einen separaten Förderratgeber.

Der ORÄNDSCH Förderratgeber-Englisch richtet sich ausdrücklich nicht an den Unterricht, sondern an die Begleitung zu Hause.

  • Er hilft Eltern zu verstehen, warum Englischlernen bei LRS anders verläuft
  • wie sinnvoll geübt werden kann
  • und wie Kinder ohne zusätzlichen Druck unterstützt werden können

Für Lehrer bedeutet das:
klare Zuständigkeiten und eine fachlich passende Empfehlung für Eltern, ohne den Unterricht zu vermischen.

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