Der Spickzettel, das verkanntes Genie

ist natürlich nicht der kleine, zusammengekritzelte Fetzen, den der Schüler heimlich in seinem Mäppchen verkramt. Nein, ganz im Gegenteil. Der Spickzettel darf endlich mal ganz offensichtlich zur Schau gestellt werden.

Die Rechtschreibung kann zu Beginn sehr mühsam sein

Auch wenn der Schüler, so wie bei LRS empfohlen, neue Wörter nach dieser Methode zunächst mündlich trainiert hat,

  1. Wort anschauen night
  2. Wort sprechend nachlautieren n-i-g-h-t
  3. Bedeutung Nacht.

Leider: Das neue Wort ist noch nicht ausreichend im Wortbildgedächtnis gespeichert. Bei Kurzformen ist es trotzdem noch schwer (you’re), auch wenn die dazugehörigen Langformen (you are) bereits bekannt sind. Gerade am Anfang kommt es schnell zu Buchstabendrehern.

Und genau hier greift der Spickzettel: Mein Standardverfahren bei den Kurzformen von be (not) und have (not).

Warum schwer, wenn’s auch leicht geht

Wichtig: Zuerst müssen die Formen mündlich gesichert sein und abrufbar sein. Das Kind bekommt einen Spickzettel mit den Kurzformen neben das Übungsblatt. Je nach dem wie unsicher das Kind ist, darf es sich so oft wie nötig vergewissern, ob es richtig geschrieben hat. Es dreht nach eigenem Ermessen den Spicker um und guckt nur noch bei Bedarf.

Die Krönung des Spickzetteltraings

Weg damit! Den brauche ich nicht mehr!

Alle Vorteile in der Übersicht

  • Unterstützt die ersten Schreibversuche.
  • Der Schüler entscheidet selber, wann er den Spickzettel benötigt
  • Wenn der Spickzettel überflüssig wird, ist das ein großes Erfolgserlebnis.
  • Der Lernerfolg wird für den Schüler glasklar.
  • Stufe 1: Spickzettel offen
  • Stufe 2. Spickzettel verdeckt
  • Stufe 3: Spickzettel in den Müll :)

Bei sehr strukturierten Arbeitsblättern wie beim ORÄNDSCH-Konzept, erledigt sich der Spickzettel sehr schnell. Die Rechtschreibung sitzt, so ähnlich wie bei 3-Wetter-Taft :)

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